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14. Januar 2011 / competenceselling

Neue „Verschaltungen“ sind immer möglich!

Aus einem Beitrag des Göttinger Tagesblattes, in dem Prof. Gerald Hüther über eine neue (=alte?) Form der Motivierung von Menschen zitiert wird:

 

„Es gilt: das Gehirn ist veränderbar“, startete der Hirnforscher und Leiter der Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen ins Thema. Zeitlebens seien noch neue Verschaltungen möglich.

Allerdings könne man das Gehirn nicht wie einen Muskel trainieren. Nur das, wofür man es mit Begeisterung benutze, werde für seine Entwicklung bedeutsam. Nur dann „geht die Gießkanne mit Dünger an“.

Mindestens 50 Mal am Tag passiere das bei einem dreijährigen Kind. Schon in der Schule verliere sich die Begeisterung. Wenn die Kinder weinten, weil Ferien seien, und die Mitarbeiter in den Betrieben sich schon am Sonntagabend auf den Montag freuten, seien die Menschen auf dem richtigen Weg. Es gelte, die Entdeckerfreude in den Menschen zu wecken, ihnen ihre Ur-Erfahrung wieder zu bringen, dass sie gleichzeitig frei und verbunden sein können.“

 

Neue „Verschaltungen“ – das Wort gefällt mir. Dennoch wissen wir, wie schwer es ist, aus der eigenen „Haut“ rauszukommen und liebgewonnene Verhaltensweisen abzulegen. Dazu gehört auch, für Neues offen zu sein, Neuem vorurteilsfrei entgegenzutreten oder gar Neues anzunehmen und zu erlernen.

Besonders mit zunehmendem Alter ist Lernen eine Herausforderung. Es geht nicht mehr so leicht. Hier schlägt die Formel 100 *50% * 50% * 50% = 12,5 besonders zu.  Sie steht für: Vom dem Gesagten (z.b. des Vortragendem) hört man nur 50 %, davon wiederum behält man 50 % und schliesslich wendet man von dem, was man behält nur 50 % an. Verbleiben also 12,5. Und das „verschleisst“ sich auch noch.

Das bedeutet: Um etwas wirklich zu lernen oder zu ändern brauchen wir viele viele Wiederholungen, viel Training und Disziplin, das Gehörte/Gelernte immer wieder zu üben. Eine echte Herausforderung für manch faule Haut.

Wenn da die von Prof. Hüther notwendige Begeisterung ausbleibt oder gar negativ verfahren wird, also wenn der Papa am Montagmorgen selbst stöhnt und keinen Bock auf die Arbeit hat, wie soll dann ein Kind eine Eigenmotivation aufbringen. Wer freut sich nicht auf das Wochenende, auf die Ferien? Das ist leider Standard. Hüther hat Recht, ändern wir unsere Einstellung und demonstrieren wir die Begeisterung an uns selbst. Bei uns zu Hause heisst es deshalb Samstags: Schade, heute ich der Kindergarten leider zu, aber nur zwei Tage und dann darfst Du wieder lernen gehen.

 

 

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