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14. April 2011 / competenceselling

Dann verteilen wir Rosen an Frauen

In der RP-Online fand ich einen Beitrag über die Herausforderung Autos an Frauen zu verkaufen. Das scheint äusserst schwer zu sein ?! Aus Urheberrechtlichen Gründen kann ich den Beitrag hier nicht komplett wiedergeben. Ich versuche aber die wichtigsten Passagen zu zitieren:

 

Hochschule: Wie man Frauen Autos verkauft

VON RALF JÜNGERMANN – zuletzt aktualisiert: 14.04.2011

Mönchengladbach (RP)Oliver Bürkel, Geschäftsführer von Waldhausen + Bürkel, kennt einen der Kardinalfehler von Autoverkäufern: „Wenn ein Paar kommt, spricht der Verkäufer, spätestens wenn es um die technischen Details geht, nur noch den Mann an.“ Was eine schlechte Voraussetzung für ein gelingendes Geschäft ist. Denn zum einen wollen Frauen beim Familienauto natürlich mehr aussuchen als nur Farbe und Polsterbezug und haben ganz pragmatische Anforderungen an ein Auto. …..Und Bürkel wollte wissen: Wie schaffe ich es, Frauen auf dieses Auto aufmerksam zu machen?

 

Dazu holte er sich Rat an der Hochschule Niederrhein. 40 Studenten ….. entwickelten, zum Teil in Bachelor-Arbeiten, Ideen für die Ansprache. Die Studenten schlugen zum Beispiel vor, zusätzlich zur klassischen Werbung, ein Auto an einen zentralen Platz in der Stadt zu stellen und Rosen an Frauen zu verteilen. Auch die Frauen-Fußballweltmeisterschaft als ein herausragendes Ereignis soll gezielt für Marketingmaßnahmen genutzt werden.

….“Wenn man schon eine Hochschule in der Stadt hat, muss man deren Kompetenz auch nutzen“, sagt der Geschäftsführer….. „Die Studenten, die bei uns waren, haben gestaunt, wie komplex unser Geschäft ist und was für Personal wir suchen“, berichtet er.

Puh, Rosen verteilen. Das erinnert mich mächtig an die Werbung dieser Bank, die am Ende Fähnchen verteilt. Und das wird eine Bachelor Arbeit? Da habe ich sicher was missverstanden. Ist das die wissenschaftliche Kompetenz, die wir an unserer Hochschule hier haben? Sorry, aber was das Verkaufen angeht, spreche ich den meisten Hochschulen eine wirkliche Kompetenz ab. Es gibt ja noch nicht mal ein Fach dafür (siehe auch die Einleitung meines Buches Competence Selling).

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich genau diese Hochschule (und einige andere) angeschrieben und angeboten, gemeinsam darüber nachzudenken, wie man die vertriebliche Kompetenz in die Hochschulen reinbekommt. Vermittelt durch Fachleute und etabliert durch feste Unterrichtsangebote. Es muss ja nicht gleich ein Lehrstuhl sein, aber die ein oder andere Lehrbeauftragtenstelle wäre dafür sinnvoll eingerichtet.

Reaktion? Null – keine Antwort, kein Interesse?! Tja, so muss sich also das lokale Autohaus mit Rosen in die Fußgängerzone stellen. Das bringt nach vorne – bestimmt!

Lieber Herr Bürkel, ich mach Ihnen da gerne mal einen wirklich sinnvollen Vorschlag.

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