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12. November 2010 / competenceselling

Appelle wirken gar nicht

Im Lauterbacher Anzeiger fand ich den Bericht über einen Vortrag des Hirnforschers und Neurobiologen Prof. Dr. Dr. Roth bei der Sparkasse Oberhessen in Friedberg. Titel: „Wie veränderbar sind Mitarbeiter?“

Daraus ein paar kurze Zitate:

Warum tun Menschen das, was sie tun? …. Wem es gelingt, diese Erkenntnisse sinnvoll zu nutzen, der kann durchaus einen Wettbewerbsvorteil generieren. ….

…Den Teilnehmern wurde dabei schnell klar, dass pure Appelle an die Einsicht von Mitarbeitern, sich zu verändern oder gar Befehle keine oder gar eine negative Wirkung haben. Vielmehr ist es wichtig, die individuellen Bedürfnisse anzusprechen, um langfristig zu motivieren. Jedoch gilt es hier einiges zu beachten: „Je materieller eine Belohnung ist, desto schneller verliert sie ihre Wirkung. Bekommt man beispielsweise zum vierten Mal in Folge einen Bonus, freut man sich nicht mehr, da das Belohnungssystem des Gehirns nicht mehr darauf reagiert“, erklärte Roth. Dahingegen erzielen ein Lob, eine Anerkennung oder ein harmonisches Betriebsklima eine dauerhafte und langfristige Wirkung…..

„Um einen Abnutzungseffekt zu vermeiden, stellt sich an jede Führungskraft die Herausforderung, die Belohnung stets zu variieren und vor allem glaubwürdig und gerecht zu sein“, erläuterte Roth. „Eine wirklich dauerhafte Wirkung und große Motivation bringt nur die Freude des Mitarbeiters an der eigenen Arbeit. Diese erfordert ein vertrauensvolles und offenes Arbeitsverhältnis und ist abhängig von der schon im Kindesalter festgelegten individuellen Persönlichkeit des Mitarbeiters.“ Als Fazit schloss Roth seinen Vortrag mit den Worten: „Man kann einen Menschen nur in dem Rahmen ändern, den seine Persönlichkeit vorgibt und man muss herausfinden, inwieweit dies dann möglich ist. Und das ist eine Führungsaufgabe.

Wäre es da nicht gut, wenn Führungskräfte in der Lage wären, die Persönlichkeit der Mitarbeiter schnell und sicher zu erkennen. Fragt sich, wie gut ist es um diese Fähigkeit der Menschenkenntnis bei Managern bestellt? Ich denke, wir brauchen entsprechende Ausbildungen. Tools wie Structogram oder Limbic stehen ja zur Verfügung.

Ach ja: Eigentlich geht das ja in die gleiche Richtung wie von der HASPA eingeschlagen: Erfassung von individuellen Persönlichkeiten. Bin mal gespannt, ob da jetzt die Betriebsräte einschreiten, um den Einsatz von solchen Tools für Führungskräfte zu verhindern.

Daher noch mal: Beide Seiten können davon profitieren, solche Tools zu verwenden. Schliesslich geht es nicht nur darum, wie gehe ich mit meinen Mitarbeitern besser um, sondern auch: Wie gehe ich mit meinem Chef besser um. Lösen wir diese alten Konflikte schneller haben wir wirklich einen Wettbewerbsvorteil für ALLE !

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