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22. Oktober 2010 / competenceselling

Ist Führung ein Beruf?

In der in Österreich erscheinenden „Die Presse“ fand ich den bemerkenswerten Beitrag von Erika Pichler über Leadership. Hier ein Auszug:

„Ist ein guter Manager auch eine gute Führungskraft? ….

…Als kreativen Visionär, der es versteht die Mitarbeiter zu inspirieren und mitzureißen – so definierte der Harvard-Professor John P. Kotter in den 80er-Jahren einen Leader im Unterschied zum Manager, der „nur“ ein perfekter Verwalter und Organisator von Abläufen sei. Und prägte als „Erfinder“ des Leadership-Begriffes im wirtschaftlichen Sinne die Ansichten der Branche.

Diese Sichtweise hat sich inzwischen gewandelt. Ein modernes Verständnis von Führungsqualität setzt weniger auf das Charisma des Leaders als auf dessen Teamfähigkeit, Kommunikationstalent und das „Empowerment“ der Mitarbeiter. „

Und:

„Führung ist ein Beruf und verlangt daher Professionalität – in der Ausbildung und im Handeln. So wie bei einem Flugzeugpiloten, der ist auch für Menschen mitverantwortlich“, sagt Programmleiter Wolfgang Maritsch von der Salzburger Business School SMBS.

Das ist genau der Punkt, ebenso wie es keinen Beruf „Vertrieb“ gibt, haben wir keine Ausbildung für Management. Selbst die Business Schools, die dies vermitteln erreichen zu wenig Führungskräfte, die meistens durch Zufall und natürlich durch Ehrgeiz auf diese Position gelangen. Oft weil sie damit in die Hirarschie aufsteigen, was nach wie vor als bedeutsamer als eine Fachkarriere angesehen wird. Ist man erstmal auf dieser Position, meint man Kraft Amtes wegen alles meistern zu können. Ein Trugschluss. Und so kommt es immer wieder vor, dass manche „Leader“ entnervt aufgeben oder in ihrem Job eine kümmerliche Figur abgeben.

Was wir an den „normalen“ Hochschulen brauchen, ist eine Management Ausbildung als Haupt- oder Schwerpunktfach. Personalwesen alleine reicht da nicht mehr. Ich habe schon mehrfach Hochschulen dazu angesprochen und auf die fehlende Vertriebs- und Management Ausbildung hingewiesen. Reaktion: Fehlanzeige.

Den ganzen Beitrag der „Die Presse“ können Sie hier lesen.

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