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9. März 2010 / competenceselling

Mit Körpersprache präsentieren und verhandeln

von Wolff Horbach

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Im Jahre 2004 lernte ich via Elita Wiegand die Körpersprache-Spezialistin Sabine Mühlisch kennen. Sabine Mühlisch war langjährige Schülerin von Samy Molcho, hat Körpersprache für Unternehmen (VitaC) weiterentwickelt und gilt heute als die “Grade Dame” der Körpersprache im deutschsprachigen Raum.

Sabine Mühlisch kam auf uns zu, weil sie eine neue Website wollte. Den Job habe ich seinerzeit mit der wunderbaren Innovationsmanagerin, Ingenieurin und Designerin Siegrun Reis erledigt. Vorletztes Jahr habe ich die Website zum Blog weiterentwickelt. Das gab mir die Möglichkeit, die Arbeiten von Sabine Mühlisch näher kennen und schätzen zu lernen.

Aus dieser Zusammenarbeit ist eine Freundschaft und intensive Zusammenarbeit entstanden. Und jetzt sind wir ganz stolz, unser jüngstes Baby zu präsentieren: BodyLanguage, die weltweit erste iPhone App, mit der man Körpersprache “just in time” trainieren kann.

Das erst drei Tage alte Baby BodyLanguage war allerdings eine schwere Geburt:

Stolz zeigte ich Anfang Januar 2009 Sabine mein neues iPhone. Begeistert zeigte ich ihr auch eine Yoga-App. Das führte uns zu der Idee, auch Körpersprache aufs iPhone zu bringen.

Ein paar Wochen später berichtete mir Sabine: “Ich kenne da ein paar Jungs, die machen Videos und Audios. Und die können auch fürs iPhone programmieren”. In der Zwischenzeit war in mir der Entschluss gereift, Apps fürs iPhone zu entwickeln. Ich hatte mir bereits einen Mac zulegt und war dabei mich in die höchst umfangreiche und sehr komplexe Programmierung einzuarbeiten.

Mitte April erzählte Sabine, dass sich “die Jungs” mit der iPhone-Programmierung wohl völlig übernommen hatten. Kurzum: es gab ein paar kurze Videos. Mehr nicht. Ich schaute mir die Videos an und überlegte mit den bis dahin gewonnenen iPhone-Programmierkenntnissen, was man daraus machen könne.

Wir haben dann die Videos verworfen und sind auf eine ganz andere Technik umgestiegen, die aufwändige Videos und Foto-Shootings vermeidet. Sabine ist heute in der Lage, mit einer Spezialsoftware Körpersprache-Posen und Details präzise herzustellen. Daraus entstehen Bildsequenzen, die animiert und mit Ton unterlegt werden.

Schnell entstand eine ganze Reihe von Anwendungsfällen, in der wir gute Einsatzmöglichkeiten für das iPhone sahen: Kurz vor einer Präsentation, einem Vortrag, vor und in Verhandlungen, bei Bewerbungen usw. Wir hatten schon ein paar Programmteile für die erste App fertig, als Apple am 17. Juni 2009 das Betriebssystem 3.0 für das iPhone herausbrachte. Plötzlich boten sich neue Möglichkeiten: Anstatt einer Serie von Apps für jeden Spezialfall konnten wir eine einzige App erstellen, aus der heraus mit der neuen Funktion “In-App-Käufe” getätigt werden konnten.

Wir stellten das Programm noch einmal um: Es sollte eine Grundfunktion geben, die schnell zur Verfügung stehen sollte. Alle anderen Teile wollten wir nach und nach durch Updates zur Verfügung stellen. Es gab da Buttons wie “In Kürze” oder “geplant”. Wir bauten eine Grundstruktur für alle vorgesehenen Fälle und kündigten dort schon mal alles an, was wir so in der Zukunft gedachten einzubringen.

Anfang August war die App in der Verion 1.0 fertig. Nach Abschluss unserer Tests reichte ich am 18. August 2009 die App beim “Review Team” von Apple zur Freigabe ein. Doch leider bekam ich Anfang September ein “rejected“. Apple hatte die App abgelehnt. Die Begründung war schwammig und für uns völlig nichtssagend: “Look in the Human Interface Guide and Store Kit Guide”. In beiden umfangreichen Dokumenten konnte ich nichts finden, war nach einem Verstoß aussah. Kein Hinweis, nichts.

Meine E-Mail an Apple mit der Bitte, uns detaillierter mitzuteilen, was zu ändern sei, blieb lange Zeit unbeantwortet. Erst mehrfache Interventionen ermöglichten einen Kontakt zum “Review Team”. Es waren schon mehrere Wochen ins Land gegangen, bis wir endlich erfuhren, was Apple nicht schmeckte: die Beschreibung für den App Store mit der Ankündigung, dass das Programm “demnächst” um weitere Teile erweitert würde.

Wir änderten den Text, stellen das Programm neu ein. Drei Wochen später war die App wieder “rejected”. Gleiche Begründung wie beim ersten Mal. Grrrrrr. Wieder Kontakt zum Review Team aufbauen, mühsam erfragen, was denn jetzt wieder nicht stimme. Jetzt waren es die Buttons mit “Next im Store”. Wieder geändert. App wieder neu eingereicht. Wieder rejected.

Kurz vor Weihnachten teilte Apple mir dann mit, dass sie die Ankündigungen für zukünftige Erweiterungen überhaupt nicht haben wollen. Noch zwei Tage vorher hatte man mir erzählt, jetzt sei alles klar und die App werde in ganz kurzer Zeit freigegeben.

Sabine und ich haben uns dann entschlossen, uns nicht noch eine weitere Ohrfeige von Apple einzufangen, sondern die vorbereiteten Teile alle fertig zu stellen und ohne Ankündigungen von zukünftigen Teilen zu arbeiten. Meine Motivation war Anfang Januar 2010 ziemlich am Nullpunkt angelangt.

Aber es gab auch gute Erfahrungen: Die App WellnessFinder habe ich innerhalb von 14 Tagen anstandslos genehmigt bekommen. Inzwischen ist Apple viel schneller geworden: die App Optismo war innerhalb von drei Tagen “ready for sale”. Das hat mich dann beflügelt, die App BodyLanguage fertig zu stellen und hoffnungsfroh einzureichen. Ein bisschen Herzklopfen war schon noch dabei: die mehrfachen “rejected” und die nicht ganz einfache Store-Kit-Programmierung mit den “In-App-Käufen” (wir haben bis jetzt 8 Produkte) hatten ihre Spuren hinterlassen. Montag letzter Woche reichte ich die App in der Version 1.2 ein. Am Donnerstag sah ich schon alle In-App-Produkte “ready for sale” und am Freitagabend kam die erlösende Mail “Your application ist Ready for Sale“. Hurrah! Endlich! Sabine konnte ich sofort die freudige Botschaft überbringen, auf die wir so lange und so oft gewartet hatten.

Und hier ist das Ergebnis. Der Theorie-Teil der App behandelt kurz und kompakt die wichtigsten Regeln der Körpersprache:

BodyLanguage Startbild BodyLanguage, Körpersprache: Bedeutungen BodyLanguage Mimik

Richtig interessant wird es beim Praxis-Teil. Wir haben für die Bereiche “Präsentation” und “Verhandlung” jeweils einen Set von Tools erstellt. Jedes Tool besteht aus einer 5-teiligen Bildfolge, die mit gesprochenen Worten erläutert wird. Das ganze dauert ca. zwei Minuten. So kann man sich kurz vor einer Situation (einer Präsentation, einer Verhandlung, einer Bewerbung, …) noch einmal kurz das Wichtigste ansehen und anhören. Dafür ist das iPhone ideal: ich habe es immer dabei, mit einem Knopfdruck ist das ganze innerhalb von Sekunden gestartet. Zur Not kann jemand die Ohrhörer nehmen und in einer Ecke oder gar auf dem Klo sich auf das, was gleicht kommt, optimal vorbereiten. Und vor allem: sich in die richtige, Erfolg versprechende Haltung bringen:

BodyLanguage, Set: Präsentation, Tool: Vorbereitung BodyLanguage, Set: Präsentation, Tool: Start BodyLanguage, Set: Präsentation, Tool: Gestik und Mimik

Ein Körpersprache-Seminar kann leicht 1.000 Euro oder mehr kosten. Mit der iPhone-App BodyLanguage ist man schon ab 1,59 Euro dabei.

Und jetzt wünsche ich mir nur noch zwei Dinge: Erstens natürlich, dass unser Baby wächst und gedeiht, dass es groß und stark wird und den Eltern viel Freude bringt :-) . Und zweitens, dass wir von Ihnen möglichst viel Feedback bekommen. Wir werden Anregungen zur Verbesserung gerne aufgreifen und (berechtigte) Kritik erst nehmen. Wir freuen uns aber natürlich auch über Lob. Die Skala dafür lassen wir nach oben ganz weit offen ;-) Hier geht es zur Support-Seite.

Alles nach dem Grundsatz ehrbaren Handwerker: Wenn Sie zufrieden sind, dann erzählen Sie es bitte möglichst vielen iPhone- und iPod-touch-Besitzern weiter. Wenn Sie unzufrieden sind, dann erzählen Sie es bitte uns, damit wir BodyLanguage verbessern können.

Übrigens: BodyLanguage gibt es in Deutsch und Englisch:

App Store

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