Skip to content
12. Januar 2010 / competenceselling

Besser statt mehr – Warum Wachstum?

Ständig hören wir, wir müssen wachsen. Die Wirtschaft, die Umsätze, der Gewinn. Aber geht es auch ohne? Wir messen Wachstum immer nach numerischen und relativen Steigerungen. Gibt es auch andere Kriterien, qualitative Kriterien? Wir denken immer in BIP (Bruttoinlandprodukt) und rufen die Krise aus, wenn dieses BIP nicht wächst. Gibt es auch andere Betrachtungen, andere Perspektiven?

Monitor hat am 7.1.2010 einen Beitrag gesendet, der diese Fragen gründlich untersucht. Und siehe da, es gibt sie, die andere Seite, die andere Perspektive. Wie wäre es z.B. mit „besser“ werden. Mit „qualitativer“ werden? Wie wäre es, wenn wir die Lebensqualität messen würden, oder die Arbeitsqualität und vor allem auch die Zufriedenheit? Und wie wäre es, wenn wir mal ein Anhalten nicht als Krise betrachten würden? Solche und weitere Fragen greift der Beitrag von Monitor auf und lässt Fachleute wie Prof. Miegel und den Zukunftsforscher Dennis L. Meadows zu Wort kommen.

Sind wir nicht längst an der Stelle, an dem sich Wachstum kaum noch realisieren lässt, aber Verbesserungen oder Einsparungen deutlich mehr Potential bieten? Ich meine ja und finde solche Antworten auch im Beitrag. In meinem Buch („Competence Selling„)  habe ich eine Methode dargestellt, neue Geschäftchancen bei Kunden zu finden. Es geht dabei um die Kosten- und/oder Umsatzfokusierung der Kunden. Beim Ausarbeiten habe ich festgestellt, wie schwer es ist, den Umsatz hochzubringen. Es geht eigentlich fast nur noch durch massive Innnovation (was Wettbewerbsvorsprung bringt) oder durch Verdrängung (was sehr sehr schwer ist). Doch Kosten einzusparen ist (noch) recht leicht. Da steckt das Potential der Zukunft drin.

Ich glaube daher, wir können in zig Feldern „besser“ werden. Auch ohne mehr Umsatz oder ein höheres BIP ließe sich dadurch mehr Qualität erreichen. Ein kleines Beispiel liefert doch die IT. Obwohl ein Unternehmen weniger Umsatz macht, oder stagniert, kann es bestehen, weil es Kosten einspart. Z.B. durch deutlich optimierte Stromnutzung. Oder wir können Energie sparen (und damit Geld) in dem wir kleinere, sparsamere Autos fahren. Dann kann ich auch ein Umsatz- oder Einkommens-Minus oder -Stillstand verkraften. Ich muss nur bereit sein, in diese Richtung zu denken. Ein solches Denken hat zudem noch die Chance auf mehr Qualität. Warum tun wir es also nicht? Liegt es in der Natur der Menschen? Sicher auch. Aber vor allem liegt es daran, dass einfach keiner anfängt und zu wenig andere Wege geht. Schon gar nicht unsere Regierungen.

Wir brauchen also neue Kriterien!

Der Monitor Beitrag schliesst mit:

„Grenzenloses Wachstum – eine historische Ausnahme. Sie geht jetzt zu Ende. Und gerade wir in den reichen Industrienationen können Wohlstand künftig neu bewerten. Wie hoch sind die Durchschnittslöhne bei uns? Die Bildungschancen? Die Gesundheitsstandards? Hält unsere Gesellschaft zusammen? Schonen wir unsere Umwelt? Das Ziel: Besser statt mehr!“

Absolut sehenswert ! Hier gehts hin

Advertisements
  1. Michael (Baudax) / Jan 14 2010 00:49

    „Wir haben uns eingeredet, permanentes Wirtschaftswachstum sei die Antwort auf alle Fragen“
    (Horst Köhler, Bundespräsident)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: