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20. Mai 2009 / competenceselling

Wie ein erfolgreiches Unternehmen die Krise sieht

Ein guter Freund machte mich auf den Versandhändler Manufactum und seine aktuelle Hausmitteilung aufmerksam. Darin findet sich ein eher ungewöhnlicher Beitrag über die derzeitige Wirtschaftskrise, in dem Manufactum sich kritisch zum Kasinokapitalismus äussert und die derzeitige Lage der Ökonomie mit einem chronischen Defekt vergleicht.

Eher ungewöhlich für einen erfolgreichen Versand- und Filialhändler. Bei genauem Hinschauen dann jedoch nicht, positioniert sich Manufactum mit seinem Produkten doch klar in der „Nachhaltigkeits“-Ecke. Schon immer hat man auf Produkte gesetzt, die langlebig und qualitativ hochwertig sind. Und auf eine gute Kundenbindung. Das zahlt sich (hoffentlich) aus und sollte durchaus andere Firmen zum Nachdenken oder Umdenken animieren. Mehr denn je geht es heute darum, gute Produkte mit hoher Langlebigkeit auf den Markt zu bringen, die den Kunden sowohl funktionell wie qualitativ überzeugen. Und wenn dann noch die Kunden“behandlung“ stimmt und ein hoher Wohlfühlfaktor entsteht, dann kann die Krise auch überstanden werden.

Hier der Text:

Krise. Und keine Ausweg?

An deutlichen Diagnosen, verbunden mit düsteren Prognosen, mangelt es nicht: „Wir beobachten an der heutigen Ökonomie einen chronischen Defekt. Für einen chronisch Moribunden – und um einen solchen handelt es sich bei der modernen Gesellschaft – gibt es keine Krise mehr, die zur Gesundung führen könnte. Was uns bleibt, sind Maßnahmen, um lebensgefährliche Verschlechterungen des Befunds zu dämpfen oder zu verschleiern. Wir bewegen uns im Bereich der palliativen Medizin, die Symptome mildert, nicht heilt.“

Wer wie wir seit jeher eine skeptische Haltung gegenüber Phänomenen wie den überdrehten, finanzmarktgetriebenen Formen des Kapitalismus pflegt, kann vom zwischenzeitlichen Ergebnis der Entwicklung der letzten Monate nicht wirklich überrascht sein. Allenfalls Zeitpunkt, Fallhöhe und -geschwindigkeit trafen (den wider besseren Wissens dem Zwang zu linearer Extrapolation folgenden) Menschen heftig und unvermittelt. Und so besteht nur begrenzter Anlaß zu glauben, daß die von unserem Gründer Thomas Hoof einst geäußerte Hoffnung (zuletzt nachzulesen in den » Hausnachrichten im Herbst 2007) zur Wirklichkeit wird, nämlich daß „der Kasinokapitalismus seinen Ab- und Untergang mit ebensoviel Feingefühl und Anstand [wie zuletzt der real existierende Sozialismus] inszeniert“.

So Peter Sloterdijk in einem » Interview mit der Süddeutschen Zeitung, in dem auch noch folgendes zu lesen ist, als referierendes Zitat von einem Ökonomen, der nicht zufällig auch einmal die Leitlinien der Politik bestimmte: „Vor Jahren benutzte Altkanzler Helmut Schmidt im Blick auf das Verhältnis von Finanzwesen und produzierender Wirtschaft eine schöne Metapher: Geldmengen müßten eine Art Kleid sein, das einem Körper angemessen wird. Es sollte eher locker fallen, casual, wie man sagt.“

Hier gehts weiter…

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