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19. Dezember 2008 / competenceselling

Defizite bei Entwicklung des Personals

Quelle: Welt Online

Nach der aktuellen Studie Global Leadership Forecast ist das Vertrauen in die Qualität der Führungskräfte in den vergangenen acht Jahren stetig zurückgegangen. Im Rahmen der weltweit umfangreichsten Untersuchung zu Führungsmethoden und Führungskräften in Organisationen wurden mehr als 13 700 Führungskräfte und HR-Verantwortliche in 76 Ländern befragt. Die Ergebnisse der Untersuchung zum Vertrauen in Führungskräfte wurden im Global Leadership Forecast 2008/09 dokumentiert. Die Studie untersucht ferner, warum das Vertrauen in die Führung trotz des erhöhten Fokus auf die Entwicklung von Führungstalenten weiterhin abfällt. Sie kommt dabei zu folgenden Erkenntnissen: Nur 41 Prozent der Führungskräfte sind mit dem zufrieden, was ihnen ihre Organisation zur Entwicklung ihrer Führungsfähigkeiten anbieten. Dies entspricht einem Rückgang von zwölf Prozent im Vergleich zum letzten Leadership Forecast, der vor zwei Jahren veröffentlicht wurde. Im Rahmen der Untersuchung wurden HR-Experten gebeten, zehn Erfolgsfaktoren für die Durchführung ihrer Führungskräfteentwicklungsprogramme zu bewerten. Nur 44 Prozent erzielten eine positive Einschätzung über alle Faktoren hinweg. Unternehmen vernachlässigen vor allem Maßnahmen, die den Führungskräfteentwicklungsprogrammen den nötigen Schub geben.

Den meisten Managern mangelte es an den Fähigkeiten oder der Verantwortlichkeit, ihre Mitarbeiter zu entwickeln. So gaben z. B.

56 Prozent der Führungskräfte an, dass sie und ihr Manager keinen formalen Entwicklungsplan erstellt hätten. Bei Senior Managern war dies noch seltener der Fall. Laut HR-Experten wurden nur 35 Prozent der Senior Manager für den Erfolg von Führungskräfteentwicklungsprogrammen in die Verantwortung genommen.

Die multi-nationale Führung ist eine gewaltige Verantwortung. Sie verlangt, Entscheidungen in einem komplexen und vieldeutigen Umfeld zu treffen, kulturelle Nuancen zu erkennen und den Führungsstil entsprechend anpassen zu können. In multi-nationalen Unternehmen arbeiteten 28 Prozent der Führungskräfte in Verantwortungs- oder Geschäftsbereichen, die ein hohes Maß an Zusammenarbeit mit Führungskräften aus verschiedenen Ländern verlangte.

Lediglich 29 Prozent der multinationalen Unternehmen verfügten über Prozesse, um ihre Führungskräfte darauf hin zu entwickeln. Die Studienergebnisse stehen auf der Internet-Seite der DDI Deutschland GmbH zum Download zur Verfügung.

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