Skip to content
29. Juli 2008 / competenceselling

Wer klingelt denn da?!

Nachstehende Info des Verbandes BITKOM hat mich nicht wirklich verwundert. Schliesslich leiden viele von uns unter den störenden Dauertelefonierern in unserem Alltag. Ich kenne kaum jemanden, der sich nicht darüber beklagt. Gerade deshalb muss ich mich dann über Verhaltensweisen wundern, die ich immer wieder beobachte.

1. Ein Mobiltelefon klingelt, ein nervender Ton oder eine grausame Melodie. Doch wo ist der Besitzer? Nicht da, nicht am Platz, Kaffee trinken? Ok, es geht wieder aus. Eine Minute später nochmal. Neuer Versuch. Und wieder geht es aus. Und dann die Meldung, SMS eingegangen. Puh, kann passieren, muss aber nicht.

2. Ich telefoniere mit einem geschäftlichen Kontakt. Bei ihm/ihr klingelt das Handy. Fast immer kommt dann: „Ich geh eben mal ran“ oder ähnliches. Herrgott, man kann es auch abstellen und klingeln lassen und später zurückrufen. Ich hab doch meine Zeit auch nicht gestohlen und wir beide laufen Gefahr den Faden zu verlieren.

3. Ein Meeting/eine Konferenz: Mindestens eine(r) ist dabei, dessen Telefon zwischendurch klingelt und er es dann auch noch in den Tiefen seiner Tasche sucht, bis es abgestellt wird. Mindestens eine(r) ist dabei, der mehrfach rausstürmt und dabei schon in den Hörer haucht: „Moment, ich bin in einer Konferenz“. Na super, dann bleib doch auch da drin!

Und da gibt es noch mehr Beispiele, aber die kennen Sie selbst. Muß das denn sein. Kann man das blöde Ding nicht mal ausmachen, auslassen oder ignorieren? Halten sich diese Menschen denn für so bedeutsam? Was ist mit dem Anstand und der Höflichkeit der Anderen gegenüber.

Ok, schon gut. SIE gehören nicht dazu, das weiß ich. Oder doch? In diesem Sinne. Und hier die Meldung der BIKOM:

Mehr Rücksicht beim Handy-Telefonieren gewünscht

  • Zwei Drittel der Deutschen leiden unter lauten Telefonaten
  • Öffentliche Nutzung von Laptops wird besser akzeptiert

Berlin, 20. Juli 2008 Eine große Mehrheit der Bevölkerung wünscht sich mehr Rücksicht beim Umgang mit dem Handy: 69 Prozent der Bundesbürger fühlen sich belästigt, wenn andere laut in der Öffentlichkeit telefonieren. Das hat eine repräsentative Studie im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM ergeben. Ein Drittel der Deutschen stört sich häufig, ein weiteres Drittel stört sich manchmal an lauten Gesprächen in ihrer Umgebung. Nur 31 Prozent der Befragten haben damit kein Problem. „Das Handy hat sich rasant durchgesetzt. Aber viele Mitbürger haben noch nicht gelernt, es rücksichtsvoll und der jeweiligen Situation angemessen einzusetzen“, kommentiert BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. „Rücksichtnahme ist nicht schwer: Dank immer besserer Übertragungs- und Sprachqualität muss heute niemand mehr schreien, um von seinem Gesprächspartner verstanden zu werden.“

Auch sei es längst nicht mehr nötig, den Klingelton ständig eingestellt zu lassen. Handys haben mehrere Umgebungsprofile, mit denen sich die Signale an unterschiedliche Situationen anpassen lassen. In Besprechungen genügt es zum Beispiel, wenn das Gerät bei neuen Anrufen oder Kurzmitteilungen blinkt. Die meisten Geräte bieten auch einen Vibrationsalarm oder langsam ansteigende Klingeltöne. Immerhin 63 Prozent der Deutschen gaben bei der BITKOM-Umfrage an, sich manchmal oder häufig durch Handyklingeln in der Öffentlichkeit belästigt zu fühlen. Die öffentliche Nutzung von Laptops stört dagegen kaum jemanden: 81 Prozent haben nichts dagegen – vorausgesetzt, es geht nicht um besonders laute Anwendungen wie das Abspielen von DVDs.

Auch wenn Mobiltelefone in den Händen mancher Anwender viel Lärm machen, werden sie unter dem Strich sehr positiv beurteilt: 64 Prozent der deutschen Nutzer finden, dass sich das Handy überwiegend positiv auf ihren Alltag ausgewirkt hat. Ein Drittel der befragten Handynutzer (34 Prozent) sieht für sich gleichermaßen Vor- und Nachteile, und lediglich bei 2 Prozent der Handybesitzer hat das Gerät ein schlechtes Image.

Zur Methodik: Die zitierten Daten wurden im Rahmen einer repräsentativen Studie der ARIS Umfrageforschung im Auftrag des BITKOM erhoben. Dabei wurden 1.001 deutschsprachige Personen in Privathaushalten im Alter von 14 Jahren und mehr befragt.

Advertisements
  1. Wolff Horbach / Jul 29 2008 08:45

    Das ist wieder eine so schöne Untersuchung, wo sich fast 70% der Menschen darüber aufregen, dass andere so rücksichtslos sind. Das ist das gleiche Phänomen wie beim Stau: Fast alle regen sich darüber auf, dass so viele Autos unterwegs sind, merken aber nicht, dass sie selbst Teil des Problems sind.

    Um die Situation zu verbessern, helfen m.E. nur folgende Maßnahmen:

    Bei sich selbst anfangen: Ich schalte mein Handy fast immer aus, wenn ich in ein Gespräch gehe. Das finde ich nur höflich gegenüber dem Gesprächspartner. Was ich verbessern könnte: Auch bei Gesprächen bei mir das Telefon ignorieren.
    Als Moderator eingreifen: Wenn man ein Meeting leitet, kann man die Teilnehmer bitten, die Handys abzuschalten. Ich finde es extrem störend, wenn mittendrin einer telefoniert. Da hilft es auch nicht, wenn er rausläuft. Alle sind gestört, der Telefonierer bekommt nicht mit, was besprochen wurde oder alle warten: eine Unverschämtheit.
    Zivilcourage zeigen: Handystörer sollte man in die Schranken weisen. Ich habe mal im ICE einer Dame, deren Handy bei jedem Tastendruck ein Piep-Piep abgab, angeboten: „Darf ich Ihnen mal zeigen, wie man den nervigen Ton abstellt?“ Beleidigt hat sie dann ihr Handy ausgeschaltet. Das war noch besser.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: