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4. Dezember 2007 / competenceselling

Intelligenz heute – mehr als nur der IQ

Die Kompetenzen eines erfolgreichen Menschen basieren heute auf deutlich mehr, als nur dem klassischen IQ, also der Intelligenz eines Menschen. Maß man früher mit den üblichen Test nur den IQ, so sind zwischenzeitlich eine Vielzahl von verschiedenen Kompetenzen oder anderes gesagt, Intelligenzen gefragt. Eine eindeutige Definition gibt es bis heute nicht. Früher bezeichnete man die geistige Leistungsfähigkeit als Intelligenz. Heute wird darunter eher die Fähigkeit verstanden, komplizierte und umfassende Probleme schnell zu erkennen, zu analysieren und zu lösen. Diese Fähigkeit ist bei jedem allerdings sehr unterschiedlich ausgeprägt und bedarf daher der genaueren Betrachtung, auf welchem Gebiet eine Person besonders befähigt oder begabt ist. Stellt man dann eine umfassende Befähigung fest, rundet sich die Intelligenz mehr und mehr ab und addiert sich, bzw. ergänzt sich.

Bis vor einigen Jahren hat man dabei von drei intelektuellen Begabungen gesprochen: Der mathematischen Intelligenz, der räumlichen und der sprachlichen.

Zur Zeit sind sich alle entscheidenden Wissenschaftler einig darüber, dass es tatsächlich eher 10 Gebiete sind, mit denen sich Kompetenz darstellt:

  • Die mathematische Intelligenz, also die Fähigkeit, abstrakt zu denken, logische Folgerungen zu ziehen und Beweisketten zu führen
  • Die räumliche Intelligenz, also Formen und Gegenstände zu erfassen und in dreidimensionalen Formen zu abstrahieren und neu zu gestalten.
  • Die sprachliche Intelligenz, also die Fähigkeit mit Worten umzugehen und sie gezielt einzusetzen. Eloquenz bedeutet also, genau formulieren zu können und damit auszudrücken, was man denkt oder fühlt, oder genau beschreiben zu können. Es geht dabei auch um Verstehen und Vermitteln
  • Die naturalistische Intelligenz. Hier geht es um die Sensibilität für Natur und Umwelt und die Fähigkeit, biologische Formen – also Tiere und Pflanzen zu erkennen und die Umwelt als ganzes und ihre Abhängigkeit zu begreifen.
  • Die musikalische Intelligenz. Dabei handelt es sich um die Veranlagung zu einem Musikverständnis, also das Erkennen von Tönen, das Wiedergeben von Tönen und die Fähigkeit eine Harmonie oder Melodie fortzusetzen. Hier gibt es einen engen Zusammenhang auch zur mathematischen Fähigkeit.
  • Die kinästhetische Intelligenz, also die Gabe der körperlichen Geschicklichkeit im Sinne eines Tänzers, eines Schauspielers, aber auch eines Sportlers oder Chirurgen. Es geht dabei um Körperbeherrschung und die Feinmotorik
  • Die existentielle Intelligenz gehört zum Bereich der philosophischen Fähigkeit. Also das Talent, Dinge zu hinterfragen und auf den Grund zu gehen. Antworten auf diese Fragen zu entwickeln und auch zukunftsweisende Perspektiven aufzustellen.
  • Die intrapersonelle Intelligenz, also die Fähigkeit sich selbst zu erkennen und die eigenen Handlungsmotive zu sehen, zu verstehen und zu wissen, was einen selbst antreibt. Wo sind die eigenen Stärken und Schwächen.
  • Die interpersonelle Intelligenz. Hier geht es dagegen um die Fähigkeit, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und deren Motive und Wünsche zu verstehen.
  • Die emotionale Intelligenz. Laut Daniel Goleman vereinigt diese Fähigkeit die intrapersonelle und interpersonelle Intelligenz. Es geht also darum, nicht nur die eigenen und die Gefühle der anderen zu erkennen, sondern auch darum, damit richtig umzugehen. Also Selbstmanagement und soziales Management.

    Bleibt zu sagen: Je vielseitiger jemand ist und diese Fähigkeiten ausbildet, desto mehr ergänzen sich diese Kompetenzen zu einem Gesamtbild. Stimmt die Person ausserdem mit diesem Gesamtbild überein, so ist man als authentischer Mensch deutlich erfolgreicher.

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    1. Wolff Horbach / Dez 6 2007 15:30

      Gibt es eigentlich Tests, die versuchen, so etwas wie den Gesamt-IQ zu messen? Ich kenne nur die klassischen IQ-Tests, die sich auf die ersten drei Gebiete konzentrieren.

      Vielleicht ist ein Gesamt-IQ auch gar nicht sinnvoll.

    2. competenceselling / Dez 6 2007 16:06

      Da kann ich nur zustimmen, bislang gibt es viele verschiedene Tests, es wäre gut, wenn sich mal „jemand“ auf einen gemeinsamen Standard einigen könnte. Ich werde mal Beiträge zu den verschiedenen Tests schreiben.

    3. MarcoH. / Dez 6 2007 17:04

      Hallo!
      Es gibt denn auch so etwas wie einen EQ Test der die emotionale Intelligenz messen können soll, aber auch nicht ausschöpfend, sondern auch hier nur einen Bruchteil davon – also bleibt es trotzdem fraglich inwiefern das umsetzbar wäre, zumal ja auch IQ Tests oft schon alleine Stunden in Anspruch nehmen, aber wünschenswert wäre es auf jeden Fall wenn ein solcher Gesamttest einmal entwickelt werden würde. Aber vielleicht gibt es da ja schon Forschungen, die leider noch nicht veröffentlicht wurden – oder jemand hat News für mich?
      Ansonsten kann man sagen, dass auch die anderen Teilgebiete der Intelligenzforschung immer mehr ins Gespräch kommen, vor allem bei der emotionalen Intelligenz ist auch abzuzeichnen, dass immer mehr Unternehmen und die Wirtschaft sich hier involvieren und eindeutig nutzen erkannt haben. Man findet auch im Netz immer wieder nette blogs und Kommentare dazu, wie etwa auf bizzlounge.com, immer mehr dieser Diskussionen erfassen eben auch die opinion leaders. Eine äußert positive Entwicklung will ich mal anmerken!

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