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7. Oktober 2007 / competenceselling

Tun Sie, was Sie sagen ! – Besser kann man es nicht ausdrücken

Gibt es eine kurze Antwort auf die Frage, wie man Vertrauen am Arbeitsplatz aufbauen kann?

Ja, die gibt es. Sie geht so: Sagen Sie, was Sie meinen und tun Sie, was Sie sagen!

Und jetzt die ausführliche Version: Es gibt zwei Hauptgründe, warum Vertrauen den Bach hinuntergeht. Der erste Fall tritt ein, wenn Leute nicht aufrichtig miteinander umgehen. Unerfreuliche Wahrheiten werden mit einem Zuckerguss versehen. Man benutzt Floskeln, um Dinge absichtlich zu verschleiern und sich auf diese Weise aus der Verantwortung stehlen zu können. Aufrichtigkeit im Unternehmen lässt sich aber nur dadurch erreichen, dass die Chefetage diesem Wert höchste Priorität einräumt, selbst konsequent danach lebt und diejenigen belohnt, die sich ebenso verhalten.

Der zweite Vertrauenskiller kommt zum Tragen, wenn Leute eine Sache sagen und eine andere tun. Auch hier gilt wieder: Die Chefs sind die Hauptschuldigen. Sie fordern ihre Mitarbeiter auf, Risiken einzugehen, nageln sie aber ans Kreuz, wenn es schief geht. Sie billigen eine Überschreitung des Budgets und ermuntern ihre Leute dazu, die ganz großen Ziele anzuvisieren. Gleichzeitig bestrafen sie sie, wenn die Zahlen hinter den Erwartungen bleiben, selbst wenn das Geschäftsjahr recht ordentlich verlaufen ist.

Sie proklamieren, dass die Mitarbeiter sich dem Dienst am Kunden verpflichtet fühlen sollen, lassen aber zu, dass minderwertige Produkte die Fertigung verlassen und vertrieben werden. Und das nur, um ihre monatlichen Verkaufsquoten zu erreichen. Am allerschlimmsten aber ist, wenn sie Werte predigen, dann aber Mitarbeiter, die diese Werte nicht im Geringsten respektieren, belohnen, nur weil diese ihre Vorgaben erreichen. Was ein solches Verhalten zum Ausdruck bringt, ist eindeutig: Was immer ich sage, ist völlig bedeutungslos. Man kann mir nicht trauen…

Sie sehen: Vertrauensbildung ist nicht kompliziert. Was zählt, sind Worte und Taten – und die Harmonie zwischen beiden.

Von Jack und Suzy Welch

Aus der WirtschaftsWoche 40/2007

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