Die armen Einkäufer
Ja, auch Einkäufer haben es nicht leicht. Nicht nur, dass Sie intern dafür zu sorgen haben, dass die besten Lieferanten ausgewählt werden – oft genug agieren sie dabei gegen die Fachabteilung. Nein, schlimmer noch, sie müssen sich diese aufdringlichen Verkäufern erwehren, die ständig im Türrahmen stehen und immer was Neues anzubieten haben. Und die Einkäufer immer so unangenehm bei ihren Ausschreibungen stören.
Sicher, Einkäufer haben es schwer, keine Frage. Ihr Jobprofil hat sich deutlich verändert, es sind nicht nur mehr Bürokraten, die als Erfüllungsgehilfen beschaffen, was man ihnen vorgibt. Sie sind heute veranwortlich für die Qualität, beraten intern hinsichtlich der innovativen Produkte und sorgen für eine gute Lieferantenbeziehung. Klar, dass dabei die fiesen Tricks der Verkäufer nicht gerne gesehen sind. Denn Verkäufer agieren ja grundsätzlich mit fiesen Tricks.
Gut, dass dann das „Industrieportal“ da ist und hilft. Und so finden sich dann zur Abwechslung mal nicht die Tricks für die tollen Verkäufer, sondern wie man diese einfallsreichen Verkäufer am besten abhält. Wie macht man das? Am besten, in denen man den armen Einkäufern die fiesen Tricks der Verkäufer verrät. Und so wissen dann alle, was diese sind und wie man sich wehren kann. Aber so weiss der Verkäufer dann auch, wie die Gegentricks aussehen und so muss ich mir also als Vertriebler einfach was Neues einfallen lassen. Toller Kreislauf.
Genug. Am besten ist, ich ignoriere den Beitrag und es ist mir egal, wer welche Tricks hat, auf die ich wie eingehen kann. Es ist eh viel besser, ohne Tricks zu arbeiten und schlicht und einfach mit Aufrichtigkeit hinsichtlich meiner Person und meiner Produkte zu agieren. Ach fast schon schade, aber liebe Tricks, ab in die Kiste.
Für die, die doch mal tricksen wollen, hier der Beitrag des Industrieportals
Ja, es ist ein Buch geworden
Es gibt manchmal Tage, die man irgendwie nicht vergisst. So bleibt mir lebhaft in Erinnerung als Elita Wiegand zusammen mit Antje Berheide (IBM), Michael Hochgürtel, Dieter Jansen (beide von Cresult) und mir im Foyer des Interconti Düsseldorf saßen und uns gegenseitig inspirierten. Ja, das ist genau der richtige Begriff. Es war ein Zufallsrunde und gerade der richtige Moment für viel Austausch von Gedanken, Spinnereien und Ideen. Anlass des Treffens war irgendeine Konferenz, mehr als langweilig, so dass wir uns kurzerhand in den weichen Sesseln der Halle wiederfanden und bei gutem Cappuccino lauter tolle Ansätze für neue Projekte oder Events entwarfen.

Elita Wiegand hatte Folgende: Eine Zukunftsparty organisieren und jeder solle so kommen, wie er meint, in 5 oder 10 Jahren zu sein bzw. zu zeigen, was er sich bis dahin als “realisiert” wünschen würde. Wir dachten uns so einiges aus und ich muss gestehen, am Anfang viel es mir schwer, meinen Träumen und Wünschen freien Lauf zu lassen. Was würde ich in 5 Jahren realisiert haben wollen? Was würde ich dann machen? Und dann kam es mir doch in den Sinn und sogar über meine Lippen. Mein Wunsch wäre es, zu der Party zu erscheinen, die Spiegel Bestsellerliste in der Hand und darauf mein Buch. Platzierung egal. Hauptsache darauf stehen. Kaum gesagt kam natürlich die Nachfrage: Worüber ich denn schreiben wolle? Roman, Sachbuch, oder Anderes? Tja, da war wieder mein altes Problem. Der Wunsch, mal ein Buch zu schreiben, war ja nicht neu, aber worüber? Hatte ich früher immer an den “großen” Roman gedacht, so musste ich schon Jahre zuvor feststellen, dass mir sowohl die Gabe dazu wie auch der Stoff, der Plot fehlte. Über ein paar Artikel in Fachzeitungen und Kompendien war ich nicht herausgekommen. Und mein Ansatz, über die New-Economy zu schreiben, wurde Ende 2000 jäh zerstört. Wer wollte noch etwas über eine Entwicklung lesen, die gerade zusammengebrochen war.
Competence Selling – ein Thema für ein Buch?
Doch irgendwie bohrten die Anderen in der Runde weiter. Und so kamen wir darauf, dass meine Workshops und Vorträge zum Thema Verkaufen (Competence Selling) ein ideales Thema sein könnte. Und das wurde es auch. In den nächsten Monaten überprüfte ich meine Materialsammlung und änderte die Struktur meiner Workshops. Außerdem nahm ich meine Vorträge als mp3 auf und ließ davon ein Transkript machen. Es war sehr hilfreich, mal zu lesen, was ich während eines Vortrags gesagt hatte und konnte später daraus einiges verwenden.
Hilfe von außen
Und dann kam wieder Elita Wiegand mit Hilfe, diesmal in Form einer Einladung für einen Business Club Event. Es ging um einen Abend bei Frau Dr. Sonja Klug, in dem diese vorstellte, was zu beachten ist, wenn man ein Sachbuch verfassen möchte. Ein ausgesprochen hilfreicher Abend mit vielen brauchbaren Tipps. Der nächste Schritt war allerdings herausfordernd, denn durch Frau Dr. Klug wusste ich nun, dass es sehr schwer ist, einen Verlag zu finden. Am besten solle man ein Exposé schreiben und das den Verlagen anbieten. Ok, soweit gut, aber welchen Verlagen? Dazu schrieb ich ein paar mir bekannte Autoren an. U.a. Stefan F. Gross, der mir unglaublich zuvorkommen nicht nur die Kontaktdaten seines Verlags gab, sondern mich dort sogar ankündigte. Ein super Einstieg (nochmal Danke dafür). Gleichzeitig arbeitete ich gemeinsam mit Rita Denk an einem Exposé, das ich dann an verschiedene Verlage geschickt habe. Trotz dieser Arbeit – sie hat sehr dazu beigetragen, die Struktur des Buches sowie die Ziele und Messages herauszuarbeiten - glaube ich aber heute, dass dies ein eher überflüssiger Akt ist. Viel wichtiger ist, mit den Programmleitern, Verlegern etc. direkt ins Gespräch zu kommen.
BusinessVillage - der Verlag
Dies gelang mir dann bei dem Verleger Christian Hoffmann (Verlag Business Village) in Göttingen, der u.a. auch Anne M. Schüller, Stéphane Etrillard und Tim Cole publiziert. Ihm zeigte ich meinen Workshop in Kurzform. Das war überzeugender als jedes Exposè. Er gab mir im November 2008 den Rat, einfach loszulegen und zu schreiben.
Die erste Testleserin: Meine Frau
Was dann kam war für mich völlig überraschend. Einmal angefangen und losgelegt, floss es mir aus dem Kopf über die Finger in die Tastatur. Nicht, dass ich alles in einer Nacht runtergeschrieben hätte, ein paar Monate hat es schon gedauert. Manchmal ging es richtig klasse und manchmal brauchte ich ein paar Pausen. Schließlich wollte auch meine Familie noch etwas von mir haben. Im Mai diesen Jahres war ich erstmal fertig. Nun ja, sagen wir so, ich hatte für den Moment alles geschrieben, was ich glaubte, schreiben zu wollen, und meine vorher festgelegte Struktur war ausgefüllt. Jetzt brauchte es erste Test-Leser. Als erstes musste meine Partnerin her. Sie las es, fragte viel nach und lachte auch an ein paar Stellen. Die Dinge, die ihr unverständlich vorkamen wurden dann geändert, ein paar Ansätze umformuliert oder ergänzt. Und wir fanden gemeinsam ein gutes Schlusskapitel.
Positives Feedback
Und nun, wer sollte das Manuskript anschließend lesen? Jetzt musste Elita Wiegand ran. Schließlich war sie es “schuld”! Nach zwei Tagen rief sie wieder an. Sie hatte die 180 Seiten nach nur zwei Tagen durch und ihr Feedback war unglaublich positiv. Ein wichtiger Schritt war getan; es war nicht für den Mülleimer geschrieben. Jetzt hatte ich den Mut, das Manuskript nach Göttingen zu Christian Hoffmann zu schicken. Und auch von dort kam ein positives Feedback.
Wie es weiterging und -geht kann ich nun in Kurzform berichten. 1. Lektoratslesen durch eine befreundete Kunsthistorikerin – meine Güte hat sie viele Fehler gefunden. Dann noch Ergänzung um das ein oder andere Kapitel auf Anregung des Verlages. Vertrag machen. Grafiken erstellen, Klappentext und “über den Autor”-Text erstellen. Portrait Fotos durch den Fotografen Marcus Hofschulz machen lassen und bereitstellen 2. Lektorat durch den Verlag. Anmeldung der ISBN-Nummer. Drucken. Fertig ! Nun, hört sich einfacher an, als es ist, aber wenn das Manuskript einmal fertig ist, geht der Rest fast von alleine, schließlich übernehmen dann die Profis. Jetzt heißt es also abwarten bis ich den eigenen Titel in Amazon finde. Eine spannende Zeit war es. Und ich glaube, es bleibt spannend.
Mehr Humor – auch in ernsten Situationen
OK, zugegeben, der Tod ist eine ernste Angelegenheit. Aber gehört da nicht auch ein wenig mehr Humor hinein? Muss man denn das so verbissen betrachten. Die Autoren Christian Sprang und Matthias Nöllke haben mal ein wenig gesammelt und fanden Todesanzeigen der anderen Art. www.todesanzeigensammlung.de Nun, die Betroffenen haben (wahrscheinlich) nichts mehr davon, aber zumindest die Leser dürfen schmunzeln. Warum auch nicht. Und wenn Sie jetzt fragen, warum schreibt der Klotz das hier, was hat das mit Verkaufen zu tun? Nun, diese Nachrufe sollten uns vielleicht auch daran erinnern, nicht alles so bierernst zu nehmen, gerade auch im Geschäftsleben. Es gibt auch noch andere Dinge, vielleicht wichtigere und mit Sicherheit schönere. Also, ein wenig mehr Humor und Gelassenheit kann nicht schaden.
Quelle: Die Welt Hier ein paar Zitate:
So unterschiedlich die Trauer über den Verlust eines Menschen ist, so unterschiedlich fallen auch die Nachrufe in den Zeitungen aus. „In manchen Todesanzeigen gelingt es, in wenigen Worten ein ganzes Menschenleben zusammenzufassen, in anderen verbinden sich tiefste menschliche Tragik und höchste Komik in wenigen Zeilen zu einer untrennbaren Einheit“, sagt Christian Sprang, einer der beiden Herausgeber des Buches: „Aus die Maus“.
….WELT ONLINE: Was war die Initialzündung dafür, Todesanzeigen zu sammeln?
Sprang: Ich gehöre zu den Menschen, die immer schon mit großer Faszination Todesanzeigen gelesen haben. Angefangen hat es mit einer Anzeige, in der sich eine Firma von einem Kollegen verabschieden wollte. Üblicherweise steht dann da ja so etwas wie: „Er starb plötzlich und unerwartet“. Die Belegschaft hatte sich mit den Worten aber etwas vertan und so schrieben sie, der Kollege sei „unverhofft“ gestorben. Das ist natürlich unfreiwillig komisch, da musste ich sie mir ausschneiden. Und dann hat die Sammelleidenschaft ihren Lauf genommen.
WELT ONLINE: Ein ziemlich morbides Hobby…
WELT ONLINE: Wie viele Kuriositäten haben Sie noch im Schrank?
Sprang: Ich selbst habe insgesamt etwas mehr als 1000 Einzelstücke. Aber von mir sind nur 30 der 291 Anzeigen in dem Buch. Die Arbeit an so einem Buch funktioniert nur durch ein extrem großes Netzwerk. Letztendlich bin ich nur der Sammler, der ohne die vielen Finder und anderen Sammler keine Chance gehabt hätte. Hinter diesen 291 Anzeigen stecken bestimmt Hunderttausende, aus denen sie von all den vielen Menschen herauskristallisiert wurden. Für „Aus die Maus“ musste ich also enorm selektieren.
….WELT ONLINE: Was war Ihr erster Gedanke bei dem Nachruf für Josef K., in dem steht, er sei „die Personifizierung geistigen Hochmutes und menschlichen Versagens“ gewesen?
Sprang: Das ist eine ganz berühmte Anzeige, die ich ganz häufig zugeschickt bekommen habe. Daran sieht man, wie viele Menschen diese Anzeigen lesen. Die Geschichte dahinter ist eine Lebenstragödie. Der Mann, ein Kölner Juwelier, wurde von seinem Schwiegervater nie als vollwertiges Familienmitglied akzeptiert, da es ihm an akademischer Bildung fehlte. Als die Frau des Juweliers verstarb, pflegte der Mann seinen Schwiegervater. Als er ihn dann schließlich „loswurde“, da kam der Dampf in Form dieser Todesanzeige aus dem Kessel. Das ist schon sehr bewegend.
WELT ONLINE: Haben Sie Lieblingsanzeigen, die Sie sich zu Hause an die Wand hängen?
Sprang: So weit würde ich nicht gehen, aber klar gibt es einige, die ich lieber zitiere als andere. Zum Beispiel die Anzeige, die auch auf dem Cover unseres Buches steht: „Wie im Leben – Oma rief – Opa kam“. Toll ist auch jene über „Fitti“, dessen Freunde seine „Liebe zum Jazz bei Alkohol mit Texten“ als „hell und klar wie ein Herrengedeck“ empfanden und schrieben: „Möge der Herr dir ein guter Wirt sein – deine Freunde aus dem Mampf“. Das finde ich schon extrem witzig.
…..Mehr Informationen unter www.todesanzeigensammlung.de.
Christian Sprang/Matthias Nöllke: Aus die Maus, Kiepenheuer & Witsch, Köln, 224 S., 7,95 Euro, Kiepenheuer & Witsch
Wenn das mal kein Eyecatcher ist….
…was dann?! Na also, wer sagt es denn, wir können also doch kreativ sein.
Leadership von morgen – „Führungskräfte müssen Sinnangebote machen“
Nachfolgende Pressemitteilung der Vermögensakademie GmbH beinhaltet einige Aussagen zum Thema Leadership. Ob diese unbedingt nur für die Zukunft gelten, möchte ich mal bezweifeln. Sie haben gestern gegolten, stimmen auch in der Krise heute und werden auch morgen Bestand haben.
Es ist ja weniger die Frage, ob es da Zweifel an den grundsätzlichen Anforderungen an Führungskräfte gibt, vielmehr ist die Frage zu stellen, warum eigentlich viele Leader sich schlicht und einfach nicht daran halten. Bekommen sie keine vernünftige Anleitung oder Ausbildung? Sind ihnen die von oben vorgegebenen Ziele wichtiger? Oder verlassen Verstand und Empathie manche Manager, weil ihnen die Karriere zu Kopf steigt. Ich glaube, es gibt viele Gründe.
Wie auch immer, ein Beitrag, der mal wieder daran erinnert, was Leadership tatsächlich heisst.
Angesichts der globalen Wirtschaftskrise, steigender Arbeitslosigkeit und um staatliche Hilfen ringenden Unternehmen scheint es in vielen Firmen an kompetenter Leadership zu fehlen. Dabei ist gerade jetzt effektive Führung wichtiger denn je. Denn Leadership versammelt Mitarbeiter hinter einer Vision und motiviert sie, diese mit Leben zu füllen.
Dr. Claudio Weiss, Mitgründer der Vermögensakademie, erläutert Anforderungen an Leadership von morgen im Zeichen der Krise, Corporate Governance und Ethik.
Was zeichnet Leadership der Zukunft aus? Weiterlesen »
Don’t judge too quickly
Herzlich gelacht ! Tja, nicht so schnell urteilen…. Einfach mal anschauen. Geht auch ohne Ton.
Warum wir kaufen, was wir kaufen
Einen wirklich guten Beitrag über Neuromarketing fand ich in der Wiwo der vorletzten Woche. Besonders der Auszug aus dem Buch „Buyology“ von Martin Lindstrom hat mich überzeugt, dieses Buch zu kaufen. Denn leider gibt es zwar eine super Darstellung über die neusten Erkenntnisse der Hirnforschung, aber im Auszug fehlt mir die echte Erklärung, was die genetisch-evolutionären Gründe für bestimmte Verhaltenweisen sind. Ok, wir wissen also jetzt, dass Vanilleduft positiv wirkt, aber warum, blieb für den Moment unbeantwortet.
Mal sehen, ob das Buch darüber Auskunft gibt. Hier jedenfalls ein Auszug:
Unsere Studie, die 2004 begann, beanspruchte insgesamt fast drei Jahre meines Lebens, kostete rund sieben Millionen US-Dollar (die von acht internationalen Unternehmen zur Verfügung gestellt wurden), umfasste zahllose Experimente und beschäftigte Tausende von Probanden auf der ganzen Welt sowie 200 Forscher, zehn Professoren und Ärzte und eine Ethikkommission. Eingesetzt wurden zwei der am weitesten entwickelten Apparate für Gehirnscans: ein funktioneller Magnetresonanztomograf sowie eine neue Version eines Elektroenzephalografen, dessen Arbeit als Steady-State Weiterlesen »
Wir machen es doch nicht fürs Geld
Gerade habe ich mir die diesjährige Reward Studie der Personalberatung Egon Zehnder angesehen. Sie befragt jährlich über 1000 Executives aus aller Welt zu aktuellen Fragen der Unternehmensführung. Kein Wunder wenn nach den aktuellen Diskussionen über das Ansehen von Top-Managern mit Spannung darauf gesehen wird, was die Befragten dazu sagen und ihre eigene Klasse in Sachen Gier, Managmentfehler und Arbeitseinstellung zu sagen haben.
Um es direkt zu sagen, die Ergebnisse wundern mich nicht. Hier ein paar Auszüge mit Kommentaren meinerseits:
„Geld allein macht nicht glücklich
Verantwortung, Entscheidungsspielräume und ein regelmäßiges Feedback motivieren weit stärker als Geld – darin ist sich die große Mehrheit der befragten Spitzenmanager einig. Insbesondere in deutschen Unternehmen, aber auch in solchen in der Schweiz und Japan hält man diese Form der Mitarbeiter-Motivierung für sehr wirksam. Die Aufnahme in eine Gruppe von High Potentials spornt vor allem japanische Manager an, der Hinweis auf zukünftige Möglichkeiten hat in indischen Unternehmen große Wirkung. Hingegen sprechen sechs Prozent der Top Executives in Großbritannien und fünf Prozent in den USA dem Geld sogar jegliche Motivationskraft ab.“
Wen wundert, dass Eitelkeit hier weit verbreitet ist. Und natürlich ebenfalls die gerne ausgeübte Form von Macht, auch wenn es keiner so direkt sagt. Dann heisst es eben Entscheidungspielräume. Das mit der Verantwortung glaube ich nicht so, gehört aber halt zu den Buzzword der Manager. Und dass Geld nicht motiviert wird hier sicher deutlich widerlegt.
Nur verkaufen, was Ihre Kunden verstehen
Mal aus der anderen Perspektive….was muss ein Kunde beachten, wenn er etwas kaufen will. Eine gute Betrachtung auch für uns Verkäufer. Schliesslich hören wir ja eher nicht zu, wenn der Kunde Wünsche äussert und verkaufen, was wir vorgegeben bekommen. Besonders gefällt mir die Erkenntnis, Bankberater sind zunächst einmal Verkäufer. Stimmt. Bei anderen Verkäufern denkt da ja längst keiner mehr an was anderes. Wieso haben Bankberater noch eine solche Vertrauensstellung? Oder ist die längst weg?
Grundsätzlich: Fragen Sie sich doch mal, ob Ihre Produkte noch verständlich sind und ob Sie die Sprache des Kunden sprechen. Können Sie halten, was Sie versprechen? Decken Sie das Ziel des Kunden ab? Sind die Risiken klar? Führen Sie ein Protokoll, das alle Verabredungen und die Vorgehensweise festhält?
Ja? Prima, weiter so.
Aus der Business On:
Die sechs Grundregeln für den erfolgreichen Geldanleger
Berlin. «Kaufen Sie nur, was Sie verstehen!» – diese Regel ist derzeit sehr beliebt in Anlegermagazinen. Und sie ist trotz der Krise so falsch, wie sie schon immer war. Denn wenn man nur kaufen würde, was man versteht, dann läge das Geld der Deutschen nur auf Sparbüchern. Denn mal ganz ehrlich: Wer versteht schon, wie der Immobilienmarkt funktioniert – und wohnt trotzdem in den eigenen vier Wänden?
Das Beispiel zeigt: Regeln für die Geldanlage sind gut – Binsenweisheiten jedoch helfen nicht. Aber die folgenden sechs Grundregeln sollte jeder Geldanleger kennen.
«In der Bank arbeiten Verkäufer» ist eine dieser Grundregeln. Bankberater sind zunächst einmal Verkäufer, denn die Bank lebt davon, an und mit dem Geld der Kunden selbst Geld zu verdienen. Deshalb sollte man immer misstrauisch und vorsichtig sein, wenn der «Berater» etwas vorschlägt – so, wie man es bei jedem anderen Verkäufer auch ist. Empfehlungen sollten immer hinterfragt und von unabhängigen Experten bestätigt werden.
Die zweite Grundregel: Als Kunde muss man sich entscheiden. Es gibt keine 100 Prozent sichere Geldanlage, die 10 Prozent Rendite abwirft und jederzeit verfügbar ist. Man muss sich entscheiden, welcher der Faktoren Rendite, Sicherheit und Verfügbarkeit für einen selbst entscheidend ist – und die Anlageentscheidung entsprechend ausrichten. Alle drei Faktoren werden Sie mit einer Geldanlage niemals abdecken können.
Ebenfalls eine wichtige Grundregel: Man muss ein Ziel haben! Wer sich unabhängig beraten lassen will, muss dafür selbst aktiv werden. Eine gute Beratung kann nur dann zu einem wirtschaftlichen Erfolg werden, wenn der Berater weiß, was der Kunde eigentlich will. Anlageziele, Renditewünsche und der Anlagehorizont müssen definiert werden: Nur so kann ein Berater die passende Geldanlage empfehlen.
Die Steuern sollten niemals eine entscheidende Rolle bei der Geldanlage spielen. Wenn Geldanlagen «steueroptimiert» sind, dann vergessen viele Anleger alle Warnungen und Vorbehalte: Hauptsache, das Finanzamt muss bluten. Tatsache ist jedoch: Eine gute Anlage muss auch ohne steuerliche Erwägungen rentabel sein – ein Bonus vom Finanzamt kann immer nur das Sahnehäubchen sein. Ausschlaggebend sollte er für Anleger niemals sein, – und das schon deshlab, weil Steuervorteile immer wegfallen oder geringer ausfallen können als geplant, wenn nämlich das Einkommen unerwartet sinkt.
Ebenfalls im Kopf sollten Anleger immer das Risiko haben. Die erfolgreichste Anlage ist die, mit der das allgegenwärtige Risiko der Finanzmärkte minimiert wird. Der Anleger selbst kann das Risiko minimieren, indem er immer einen Anteil an festverzinslichen Geldanlagen besitzt, indem er die Anlagen möglichst breit streut und sein Geld immer so anlegt, dass er nicht plötzlich Anlagen unter Druck verkaufen muss.
Schriftlich ist alles – mündlich ist nichts: Auch das müssen Anleger beherzigen. Es muss von jedem Verkaufsgespräch bei der Bank ein individuelles schriftliches Protokoll geben – ohne Wenn und Aber. In dem Protokoll sollten alle Fragen, Vorbehalte, Wünsche und natürlich die Zusagen des Verkäufers genau protokolliert werden. Nur so lässt sich später feststellen, welche Zusagen dem Kunden gemacht und ob die auch eingehalten wurden.
Blogs beschleunigen den Informationsaustausch
Aus der SZ online
Immer mehr Manager berichten im Netz von Geschäft und Alltag. Die Blogs ersetzen manche Pressemitteilung – und offenbaren Intimes aus der Welt der Bosse.
Ein bisschen las es sich so, als wäre John Smith nur kurz aus dem Verhandlungsraum getreten, um die Menschen draußen zu informieren. Mit Magna sei man noch nicht einig geworden, schrieb der GM-Manager in seinem Blog zu den Opel-Verhandlungen. Und zum Schluss: „I’ll keep you posted“, also: „Ich halte Sie auf dem Laufenden.“
Das klingt lockerer als der Text einer Pressemitteilung, auch wenn es in diesem Fall wohl kaum etwas anderes war. Und genau das ist es wohl, was Manager mit Internet-Blogs bezwecken. Die online geführten Journale, die von Berechtigten gelesen und meist kommentiert werden können, vermitteln Lesern das Gefühl, nah dran zu sein. Deshalb werden sie auch im Firmenalltag immer beliebter.
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