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Gute Chefs sammeln die Truppen um sich

gefunden auf cash.ch

23.02.2009 10:07

In der Krise zeigen sich Vorgesetzte gern als Diktatoren. Dabei sollten sie jetzt Ruhe und Sicherheit ausstrahlen, Hoffnung und Vertrauen wecken.

Der Gottvater der Management-Lehre mochte Provokationen: «90 Prozent dessen, was wir Management nennen, besteht darin, den Leuten ihre Arbeit möglichst schwer zu machen.» Der Satz von Peter Drucker, gestorben 2005, trifft in der aktuellen Wirtschaftskrise erst recht zu.

Jetzt neigen Vorgesetzte dazu, einen Teil ihrer persönlichen Belastung an die Mitarbeiter weiterzugeben. Sie treten wie Berserker auf, überladen alle mit Arbeit und drängen auf Tempo.

In guten Zeiten ist Leadership keine Kunst

Lesen Sie bitte hier weiter: cash.ch

25. Februar 2009 Verfasst von competenceselling | Leadership | | 1 Kommentar

Magische 13.200 Euro

Als Kaufmann fängt man ja mal an zu rechnen an und stellt fest, dass ein Auto, dass 13.200 Euro kostet so ziemlich genau 2.500 Euro Mehrwertsteuer bedeutet. Interessant was sich sonst noch für Zahlenspielereien dadurch ergeben:
  • 1,5 Mrd Euro stellt die Bundesregierung für die Zahlung der Abwrackprämien bereit
  • 600.000 Autobesitzer können davon profitieren
  • 13.200 Euro Preis(netto) eines Neuwagens = 2.500 Euro Mehrwertsteuer
  • Beim Neuwagenkauf haben die Deutschen im Jahr 2008 durchschnittlich 25.500 Euro investiert.
  • 25.500 Euro Preis (brutto) eines Neuwagens =4.071 Euro Mehrwertsteuer
  • = 1.571 zusätzliche Einnahmen an Mehrwertsteuer je Auto (bei den durchschnittlichen 25.500 Euro)
  • = 942.600.000 Euro zusätzlicher Einnahmen bei 600.000 genutzer Abwrackprämien.
  • Anzahl der Neuzulassungen in Deutschland  2008: 3.09 Mio
  • Anteil der Abwrackprämien-Neuzulassungen bei konstanter Anzahl der Neuzulassungen:  19  %

Wie weit sich bei der Aktion der durchschnittliche Anschaffungspreis reduzieren wird, bleibt allerdings abzuwarten.

Bei 18.000 Euro bleiben immerhin noch ca. 225 Millionen als Überschuss übrig. So schnell kommt das aus anderen Quellen nicht rein.

Glückwunsch Herr Steinbrück. das nenn ich clever. Ein Modell, dass sich geradezu für eine Verlängerung und für unsere Nachbarländer empfiehlt.  Und ein super Verkaufsmodell !

Zusätzlich erzeugt dieses Modell auch noch Gewerbesteuer, die sonst wegfallen würde.

23. Februar 2009 Verfasst von competenceselling | Sales / Marketing | abwrackprämie | Noch keine Kommentare

Super Ansatz: Surpriceservice

Das gefällt mir. Ein neuer Begriff und dann noch gleich mit einem kleinen ® versehen. Clever. Aber nicht das Warenzeichen, sondern die Grundidee, die dahinter steht. Erfolg durch Überraschung, Leadership und Begeisterung.
Das brauche ich gar nicht gross zu kommentieren. Was Frau Hübner da schreibt ist völlig selbsterklärend und überzeugend.
Quelle: Perspektive Mittelstand

Erfolgsgeheimnis Überraschung: Durch Service-Leadership begeistern
Von Sabine Hübner

Marktführer zu sein, ist für die meisten Unternehmen das vorherrschende Ziel allen Strebens. Erreichen lässt sich eine Marktführerschaft über Innovation, Qualität, Service oder den Preis – nur, in den meisten Branchen ist das längst nicht mehr so einfach. Qualitätsstandards sind oft schon völlig ausgereizt und auch wahre Innovationen sind nur noch selten möglich. Um die eigene Marktposition zu halten und vor allem aufzubauen, muss also ein anderer Parameter genutzt werden. Das Zauberwort: Service! Genau genommen Surpriservice® – sprich Services, die Kunden überraschen und begeistern!

Lesen Sie bitte hier weiter:

Perspektive Mittelstand

20. Februar 2009 Verfasst von competenceselling | Sales / Marketing | sabine hübner, service, surpriceservice | Noch keine Kommentare

Wie man im Preiskampf gewinnt: Faszinieren statt rabattieren

von Anne M. Schüller

Der Preis steht wieder deutlich stärker im Fokus. Und das betrifft nicht nur die Durchsetzung gewinnträchtiger Margen im Verkaufsgespräch sondern auch den Preisfindungsprozess. Das Pricing wird zwar immer härter, komplexer, chaotischer und verlustträchtiger – aber auch chancenreicher, wenn man es ideenreich anzugehen versteht.


Eine im Dezember 2008 durchgeführte Untersuchung des österreichischen Meinungsforschungsinstituts Marketagent.com brachte folgendes zutage: Nicht etwa Finanzierungsschwierigkeiten oder Marktsättigung und Wettbewerbsdruck bereiten derzeit den Managern die größten Probleme, sondern das Thema Preise. Es landete auf Platz eins einer vierzehn Themen umfassenden ‚Sorgenskala‘. Die Gründe dafür sind vielfältig. Sie haben aber nicht immer nur mit einer höheren Preistransparenz und gestiegener Preissensibilität zu tun. In vielen Fällen sind sie hausgemacht.


Die meisten Firmen beherrschen nämlich weder Kosten noch Preise, sondern werden von den Preisen beherrscht, die der Markt oder die Konkurrenz vorgeben. „Wir müssen noch mal mit den Preisen runter, sonst verkaufen wir am Ende gar nichts mehr“, heißt dann die Devise. So liefern sich ganze Branchen Preisschlachten mit verheerendem Ausgang. Bei Preisgesprächen geht es aber nicht immer nur um leere Portemonnaies. ‘Geiz ist geil’ ist in Wahrheit ein Spiel für (Schnäppchen-)Jäger und (Sonderangebots-)Sammler. Auf solche Spiele muss man gut vorbereitet, also preis-kreativ sein.


Eine kleine Bestandsaufnahme


„Bioprodukte gehen bei uns gar nicht“, sagte mir kürzlich eine Bäckereiverkäuferin. Ich konnte es kaum glauben und ging im Laden auf Beobachtungsposten. Schon bald kam die erste Kundin und fragt: “Also, Sie haben hier Bio-Brötchen und ganz normale Brötchen. Was ist denn da der Unterschied?“ Daraufhin die Verkäuferin: „Die Bio-Semmeln sind teurer.“ Hier mag man perplex den Kopf schütteln, weil die Argumentation in die falsche Richtung geht. Doch wer genauer hinsieht, wird feststellen: Viele Verkäufer sind reine Preisverkäufer, auch in ihren Verkaufsgesprächen dreht sich alles um den Preis. Wer allerdings immer nur über seine Preise spricht, der braucht sich nicht zu wundern, wenn die Kunden nur noch nach den Preisen fragen.

Nicht jeder Kunde will billig kaufen! Der Billig-Preis spielt oft eine viel geringere Rolle, als uns Medien und Verkäufer glauben machen. Ein Verkäufer muss Wünsche wecken können, von denen der Kunde gestern noch nicht wusste, dass er sie heute haben wird. Der Kunde muss die Sache unbedingt haben wollen, sie muss ihn wie magisch anziehen. Ein Bäcker muss demnach seine Kunden nicht satt, sondern hungrig machen.

‘Billig-Billig’ ist mit einem Verrohen der Sitten, mit einem Verfall von Dienstleistungsqualität (Service ist teuer) und mit Vertrauensschwund („Hätte ich das nicht irgendwo, nächste Woche noch billiger bekommen können?“) verbunden. Gerade jetzt sollte es nicht kurzsichtig um das Aufpolieren von Quartalsergebnissen gehen – sondern um unternehmerische Zukunftssicherung. Und dazu kann der Vertrieb eine Menge beitragen. In vielen Branchen ist der Preis ja schließlich der Ertragstreiber Nummer eins.


Die Achillesferse des Verkäufers


Der Preis ist die Achillesferse des Verkäufers – beim Preis ist er am besten zu packen. Das Argument ‚zu teuer’ ist oft nichts anderes als ein Testballon, um zu sehen, wie er reagiert. ‚Zu teuer’ ist auch ein sehr praktischer Vorwand – eine Vorwand im wahrsten Sinne des Wortes – um seine wahren Motive zu verschleiern.

‚Zu teuer’ sagen Kunden, die im Beratungsgespräch nicht genug Achtung, Aufmerksamkeit und Anerkennung erhielten, weil der Verkäufer zu sehr mit sich selbst beschäftigt war. ‚Zu teuer’ wird es heißen, wenn an Kundenbedürfnissen vorbeiargumentiert wurde, weil die eigene Präsentation und nicht das Hinhören im Vordergrund stand. Oder man will mit ‚zu teuer’ ganz einfach sagen: Beweisen Sie mir, dass sich die Investition für mich wirklich lohnt! Was für den Kunden nicht relevant ist, was man nicht wirklich will und braucht, ist immer zu teuer.


‚Zu teuer’ ist vielleicht die Strafe des Einkäufers, den man nicht mag, den man für einen Abzocker oder Nullchecker hält, den man verschlagen findet und auf internen Meetings gern als Horrorkunden präsentiert. Denn Gestik und Mimik werden die Einstellung verraten. Und der Einkäufer wird sich dafür an der schwächsten Stelle rächen: beim Preis! Wer öfter im Preisgespräch scheitert, sollte sich also mal fragen, was das möglicherweise mit ihm selbst zu tun hat. Dies ist zweifellos der schwierigere Weg, denn es ist ja so leicht, ständig die Außenwelt, also die eigenen Kollegen, die schwierigen Kunden oder den unfairen Wettbewerb zum Sündenbock zu erklären.

Verkäufer, die glauben, dass Kunden nur wegen günstiger Preise kaufen, blockieren sich im Kopf für alle anderen kreativen Lösungsmöglichkeiten, denn sie signalisieren dem Hirn: Kein Grund, sich anzustrengen! Leichtfertig vergebene Rabatte sind oft nur ein Ausdruck von Ideenlosigkeit und mangelhafter Beschäftigung mit dem, was den Kunden wirklich bewegt – in rationaler und in emotionaler Hinsicht. Und: „Das war dem Kunden mal wieder zu teuer!“ ist eine von vielen Verkäufern gern gewählte Schutzbehauptung, um den eigenen Misserfolg zu kaschieren.


Was die Hirnforschung zum Preisthema sagt


Die Aussicht, Geld zu erhalten oder durch ein Schnäppchen Geld einzusparen, stimuliert unser celebrales Belohnungssystem. Rabattaktionen rufen demnach die Aussicht auf ein positives Ereignis hervor. Und mehr noch: Bei Erwartung einer Vergünstigung werden hirninterne Kontrollmechanismen zurückgeschaltet. Der Verlust von Geld hingegen aktiviert ein Hirnareal, das auch für die Schmerzverarbeitung zuständig ist: die Insula.

Auf einen Preis zu schauen tut also weh. Ein Rabattsymbol oder ein an das Produkt gekoppelte gute Gefühl neutralisiert diesen Effekt. Die Verrechnung führt dann zum Kauf – oder auch nicht. Wie neurowissenschaftliche Untersuchungen festgestellt haben, zeigen insbesondere die Hirnaktivitäten Kaufsüchtiger ein verstärktes Verlangen nach einem begehrenswerten Produkt verbunden mit einem gleichzeitig geringeren Verlustempfinden für Geld. Das Habenwollen besiegt die Vernunft.

Und so fasst dies Bernd Weber vom Neuroeconomics Lab an der Universität Bonn zusammen:


· Es existiert ein ‚Kaufnetzwerk‘ im Gehirn.

· Hierbei werden Abwägungen zwischen dem Verlangen nach einem Produkt sowie dem Verlustempfinden für das Geld getroffen.

· Dieses System ist nicht statisch, sondern wird durch verschiedene Faktoren (Rabatte, zeitlich versetzte Bezahlung usw.) moduliert.

Hirnforscher können inzwischen allein aufgrund der Aktivierung entsprechender Hirnareale feststellen, ob die Probanden ein Produkt kaufen würden oder nicht. So stellt sich jedem Unternehmen die Frage: Wodurch verschaffen wir unseren Kunden Belohnungen in Form von guten Gefühlen?

Dabei gilt: Je stärker die subjektiv empfundene Belohnung im Zuge eines Kaufs ist, desto mehr Geld-Schmerz sind wir bereit, dafür zu zahlen. Gute Gefühle dürfen kosten. Wer hingegen kein gutes Gefühl erhält, der tröstet sich (Trostpreis!) höchstens mit Billigpreisen oder Rabatten darüber hinweg. Das erkläre auch die geringe Kundenloyalität in Märkten, die sich im Preiskampf befinden, so Christian Scheier in seinem Buch Was Marken erfolgreich macht: Die celebralen Belohnungen fehlen. Belohnungen machen süchtig – und damit auch loyal.


Was Menschen wirklich kaufen


Wer den Preiswettbewerb der Zukunft gewinnen will, muss sich also mehr einfallen lassen, als wahllos die Preise zu senken. Eine positive Preiswahrnehmung wird nicht durch einzelne Billigpreise geprägt, sondern durch eine konsistente, nachvollziehbare und kundennahe Preisstrategie. Der Preis ist das Opfer für einen erhaltenen Nutzen und ein gutes Gefühl. Kunden müssen also den Preis im Vergleich zur erhaltenen rationalen und emotionalen Leistung als günstig erleben. Wer nach subjektivem Empfinden mehr Nutzen bekommt, als er dafür zahlen muss, ist zum Kaufen bereit.


Letztlich kaufen Menschen keine Produkte, sondern Problemlösungen und gute Gefühle, respektive die Erfüllung ihrer Wünsche und Träume. Und das betrifft nicht nur das Consumer-Geschäft. Auch die scheinbar so sachlichen, in den männerdominierten Führungsetagen getroffenen strategischen Entscheidungen haben meist mit Emotionen zu tun: mit Prestige, mit Macht, mit Reviergehabe, mit Positionskämpfen, mit der Angst, den Anschluss zu verlieren oder der Sorge um das berufliche Überleben. Verkäufer müssen also Menschenversteher und nicht Preisbrecher sein.


Wer sich dauerhaft aus dem Preiskampf verabschieden will, zerlege einmal alle kundenrelevanten Prozesse in ihre einzelnen Schritte. Bei jedem Kundenkontaktpunkt (Customer Touchpoint) wird dann überlegt, wie man die Interaktion mit seinen Kunden besser gestalten, ihr Leben vereinfachen und ihren Nutzen vergrößern kann. Nicht Geld ist für viele Kunden die knappste Ressource, sondern Zeit. Und für manche ist Raum, Ruhe und Freiheit der größte Luxus. Wer sich solche Dinge kaufen will und kann, der schaut nicht aufs Preisschild.

Zur Autorin

Anne M. Schüller ist Management-Consultant und gilt als führende Expertin für Loyalitätsmarketing. Über 20 Jahre lang hat sie in leitenden Vertriebs- und Marketingpositionen verschiedener internationaler Dienstleistungsbranchen gearbeitet und dabei mehrere Auszeichnungen erhalten. Die Diplom-Betriebswirtin und achtfache Buchautorin zählt zu den besten Keynote-Rednern im deutschsprachigen Raum. Sie arbeitet auch als Business-Trainerin und lehrt an mehreren Hochschulen. Sie gehört zum Kreis der ‚Excellent-Speakers‘. Ihr Buch ‚Kundennähe in der Chefetage‘ wurde mit den Schweizer Wirtschaftsbuchpreis 2008 ausgezeichnet. Zu ihren Kunden zählt die Elite der deutschen, schweizerischen und österreichischen Wirtschaft.

Kontakt: www.anneschueller.de

Buchtipp

Erfolgreich verhandeln – erfolgreich verkaufen

Wie Sie Menschen und Märkte gewinnen

BusinessVillage 2005, 128 Seiten

21,80 €, ISBN 3-93835-810-6

17. Februar 2009 Verfasst von competenceselling | Sales / Marketing | Anne Schüller | Noch keine Kommentare

Authentisch oder nicht authentisch

Vor ein paar Tagen stiess ich auf eine Notiz in managerSeminare.de. Es geht um den Berater Rainer Niermeyer, der augenscheinlich nicht viel von Authentizität hält. Zitat:

Irrglaube Authentizität
Die allgegenwärtige Forderung nach Authentizität sollten Führungskräfte nicht für bare Münze nehmen. Denn ‘echtes’ Verhalten kommt weder gut an, noch macht es erfolgreich. Im Gegenteil: Wer sich authentisch verhält, wird als Quertreiber wahrgenommen und behindert die eigene Entwicklung, sagt Rainer Niermeyer. Der Psychologe erläutert die Gefahren des Authentizitätskonzepts und entwirft ein Gegenmodell.

Nun, wenn ich mir die Webseite von Rainer Niermeyer ansehe, relativiert sich das ein wenig. Auch hier ein Zitat:

Die Kunst der Führung besteht nicht darin, die eigene Persönlichkeit auszuleben. Im Gegenteil: Erfolgreiche Manager wissen, dass sie für eine bestimmte Aufgabe und bestimmte Rollen engagiert worden sind, die es auszufüllen gilt. Niermeyer zeigt, wie Führungskräfte konstruktiv mit den Erwartungen an sie umgehen und ihre Rollen erfolgreich ausfüllen, ohne sich zu verbiegen.

Der letzte Halbsatz „ohne sich zu verbiegen“ ist wirklich wichtig, denn alles andere geht nicht lange gut. Aber der Reihe nach: Niermeyer plädiert dafür, in Job, egal ob Führungskraft oder nicht, durchaus mal eine Rolle zu spielen. Er meint, es gehe doch die Anderen nichts an, ob man am Abend vorher getrunken habe und Sie nun einen Brummschädel haben. Und er sieht Führung als „Königsdisziplin des Rollenspiels“ an.

Seine Folgerung ist, dass „Echtsein erfolglos macht“ und dass „Rollenspiel erfolgreich macht“. Wenn er damit die Realität widerspiegelt stimme ich sogar zu. Letzlich zeigt Niermeyer auf, wie es tatsächlich ist, nicht aber, wie es richtig und gut ist. Ja, wir sind in der Tat immer wieder gezwungen eine Rolle zu spielen, aber wird es dadurch richtiger?

OK. wenn ich als Chef vor eine Abteilung trete, dann starte ich eine Ansprache, die durchaus einen gewissen Unterhaltungswert und Bühnenwert haben sollte, wie sonst kann ich Mitarbeiter mitreissen, motivieren und begeistern. Doch es muss zu unspassen. Wir können nicht plötzlich den Pausenclown geben, wenn es nicht unserem Naturell entspricht.

Auch richtig ist, privates gehört nur bedingt in die Arbeitsumgebung. Natürlich geht es niemand an, wenn Sie zu Hause Ärger haben. Das muss keiner im Büro erzählen, damit man authentisch ist. Aber Sie dürfen ruhig zugeben, dass Sie nicht „gut drauf sind“.

Die Frage ist also vielmehr, wo fängt Authentizität an, wo hört sie auf.

Denn die eigentliche Frage ist: Was ist Authentizität überhaupt.  Unter einer ganzheitlichen Betrachtung menschlicher Verhaltensweisen, der psychologischen und der biologischen, ist Authentizität die Stimmigkeit der genetisch-veranlagten Biostruktur und dem erlernten Verhalten. Oder nochmal vereinfacht: Veranlagung trifft Erfahrung.

Passen Veranlagung und Erlerntes zusammen und stehen Sie dazu, Ihre damit verbundenen Stärken und Begrenzungen zu zeigen und „auszuleben“, dann sind Sie authentisch. Das hat nichts damit zu tun, ob Sie mal eine Rolle spielen oder wie viel Sie z.B. aus Ihrem Privatleben im Büro ausplaudern. Natürlich werden Sie sich in einem Bewerbungsgespräch ein wenig „produzieren“ – wohlwissend, dass jede Übertreibung schnell zur Luftblase wird. Ein dauerhaftes Leugnen der eigenen Authentizität sich selbst und anderen gegenüber macht krank. Sie belügen sich und Andere, machen etwas vor, das Sie nicht sind und müssen sich ständig verstellen. Und das geht einfach nicht, bzw. Sie werden es nicht dauerhaft durchhalten.

16. Februar 2009 Verfasst von competenceselling | Personalentwicklung | | 1 Kommentar

Wie können Manger „gehirngerechter“ entscheiden, kommunizieren und motivieren?

Gefunden im Blog ecolot

Auszüge:

Christian E. Elger, Professor am Universitätsklinikum Bonn, auf die Frage „Was können Ökonomen und Manager von Neurowissenschaftlern lernen?“


Durch die Methoden der modernen Hirnforschung ist es quasi möglich geworden, dem Gehirn beim Denken zuzuschauen. ….. Aus der Aktivierung dieser Hirnstrukturen kann dann auf das Verhalten und die Motivation zu diesem Vorgang geschlossen werden. Eine zentrale Struktur stellt dabei das sogenannte „Belohnungssystem“ dar. Ist dieses aktiviert, dann wissen wir, dass bei einer ganz bestimmten Aufgabe ein starkes positives Gefühl, das durch nichts zu „toppen“ ist, ausgelöst wird. Der Mensch strebt immer wieder danach, dieses Gefühl zu aktivieren. Wenn man also mehr darüber weiß, wie dieses Gefühl aktiviert werden kann, bei welchen Menschen dies besonders leicht zu erreichen ist oder bei welchen es schwieriger ist, kann man Mitarbeiter entsprechend gezielt motivieren.

Wie können Manger „gehirngerechter“ entscheiden, kommunizieren und motivieren?
Wenn Manager die Verarbeitung von Informationen im Gehirn verstehen, dann verfügen Sie damit auch über das Wissen, durch welche Aktionen besonders positive oder negative Einstellungen der Mitarbeiter oder Verhandlungspartner hervorgerufen werden können. So löst z.B. ein Vorstandsvorsitzender, der erst über die erzielten Erfolge seiner Firma berichtet und im Anschluss daran trotzdem als notwendigen Sanierungsschritt die neusten Entlassungszahlen mitteilt, bei einem Großteil der Mitarbeiter ein Phänomen aus, das wir als „altruistisches Bestrafen“ interpretieren. Dies kann sich außerordentlich negativ auf den Betrieb auswirken. Weiterhin ist bekannt, dass ein mit einer bestimmten Emotion verbundenes Erlebnis sich besonders fest im Gehirn einprägt, im Positiven wie im Negativen. Das bedeutet, dass die falsche Emotionalität zum falschen Zeitpunkt eine jahrelange Auswirkung auf zukünftige Entscheidungen haben kann.

Mehr unter ecolot.de


Christian E. Elger:

Neuroleadership: Erkenntnisse der Hirnforschung für die Führung von Mitarbeitern
Haufe 2008, 34,80 Euro
ISBN 978-3448090680

13. Februar 2009 Verfasst von competenceselling | Hirnforschung, Leadership | Christian Elger, neuroleadership | Noch keine Kommentare

Blick über den Tellerand wird wichtiger

Quelle: FAZ

10. Februar 2009
Der Stellenwert fachübergreifender Kompetenzen, neudeutsch: „Soft skills“, in der betrieblichen Weiterbildung nimmt deutlich zu. Der Anteil der Unternehmen, die bei ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Sozialkompetenzen für besonders wichtig halten, steigt von gegenwärtig 30 auf künftig 40 Prozent an. Das geht aus einer Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hervor, die gerade veröffentlicht worden ist. Allerdings ist der Begriff der „Soft skills“ unscharf gefasst. Es gibt Meinungen, nach denen er mit Sozialkompetenz nur unzuzeichend übertragen ist.

Bitte lesen Sie hier weiter: FAZ

Der BIBB-Report lässt sich im Internet kostenlos herunterladen: www.bibb.de

11. Februar 2009 Verfasst von competenceselling | Personalentwicklung | | Noch keine Kommentare

Prinz Poldi und der Fischteich

Nein, keine Sorge, ich fange jetzt nicht an über Lukas Podolski zu schreiben. Nur, es ist so, dass sein angekündigter Wechsel von Bayern München zurück nach Köln mich an meine alte Theorie vom Fischteich erinnert. Und die geht so:

Viele von uns träumen, oder träumten davon, einmal ein grosser Fisch zu werden. So ein richtig grosser Fisch. Im Geschäftsleben nennt man es auch Vorstand oder Geschäftsführer oder CxO.

Wie auch immer. Manche träumen eben davon als grosser Fisch mitreden zu können,  zu gestalten und eine Leitfigur zu sein oder zu werden. Und tatsächlich: Manche von uns werden ein solcher Riesenfisch, ein Hai, ein Hecht oder ein fetter Wal.

Die Frage ist nur, wie gross ist der Teich, in dem diese Haie oder Hechte schwimmen.

Denn, ist er zu klein und ist der Hecht nur bei der Müller KG Geschäftsführer oder ähnliches, dann wird ihn das nicht befriedigen, denn Hecht zu sein alleine reicht nicht, der Teich sollte schon auch anerkannt bzw. überall bekannt sein.

Was hat das jetzt mit Lukas zu tun?

Tja,  so ging es eben Prinz Poldi. Er war der Hecht im kleinen Teich. In Köln – bevor er nach Bayern wechselte. Und er wollte in den grossen Teich. Also ging er voller Selbstbewusstsein zu den Lederhosen um dort ein ganz Grosser zu werden und den ganz grossen Teich zu beherrchen, na ja, sagen wir mal mitzuprägen.

Doch so manche Newby-Hechte und Haie machen die Rechnung ohne die anderen Hechte und Haie auf. (Bei den Rehen würde man sagen Platzhirsche) Denn nicht jeder Teich kann nur dicke Fische aufnehmen, es  muss halt auch Zierfische geben. Und nicht jeder Teich hat Platz für mehr als einen Hai. Und so blieb Prinz Poldi ein kleiner Fisch, wenngleich nun im grossen Teich.

Mal ehrlich. Würde Sie das befriedigen? Nein, und so versucht jeder – auch der Prinz – seinen Platz im grossen Teich zu erkämpfen. Manche schaffen es, aber halt nicht alle. Der Teich hat nicht Platz für alle. Oder nicht alle erfüllen die Voraussetzungen dafür,  je ein grosses Tier zu werden.

Und jetzt kommts: Der kleine Fisch im grossen Teich erkennt seine Situation und geht wieder zurück in seinen alten oder einen neuen kleinen Teich (Hopefully). Und was wird er da? Ein grosser Fisch.  Applaus !

Und das Fazit?

Manchmal ist es wohl doch besser ein grosser Fisch im kleinen Teich zu sein, als ein kleiner Fisch im grossen Teich.

ABER es gilt noch mehr: Letztlich muss jeder für sich entscheiden, in welchen Teich er will und was er da will – also welchen Fisch er da abgibt.  Hauptsache SIE wissen es und sind ein realistisch denkender Fisch. Und bitte, denken Sie an Mr. Peter’s Prinzip*.

In diesem Sinne…

* „In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen.“

7. Februar 2009 Verfasst von competenceselling | Personalentwicklung | Hai, Lukas Podolski, peter prinzip, peters prinzip, platzhirsch, Prinz poldi | Noch keine Kommentare

Worte des Tages

„Erzähle es mir und ich werde es vergessen,

zeige es mir und ich werde mich erinnern,

lass es mich tun und ich werde es behalten“

Konfuzius

6. Februar 2009 Verfasst von competenceselling | Zitate | | Noch keine Kommentare

Linktipp zum Thema Assessment Center

Die Wiwo schreibt in der letzten Ausgabe über Assessment Center und gibt Tipps, wie man diese am besten übersteht oder besteht.  Hier erstmal der Link zum Artikel. Nachstehend ein paar Tipps:

Vorstellungsrunde

Typisch „Stellen Sie sich bitte der Gruppe vor und nennen Sie die wichtigsten Stationen Ihres Lebens.“

Richtig Jeder Experte rät Bewerbern, möglichst authentisch aufzutreten – leichter gesagt als getan. Daher sollten Sie Ihren Text vorbereiten und vorher Freunden vortragen. Im AC stehen Sie langsam auf, halten Blickkontakt zu den Anwesenden und nennen maximal drei relevante Stationen Ihres Lebenslaufs.

Falsch Die Aufregung überspielen. Nervosität ist verständlich, vertuschen sinnlos. Außerdem brauchen Sie alle Energie für die Aufgabe.

Präsentation

Typisch „Sie sind Assistent eines Technikvorstands und sollen den Vorstandsvorsitzenden von der Einführung eines Intranets überzeugen.“

Richtig Bevor Sie Ihren Vortrag halten, sammeln Sie sich – aber bitte nur kurz. Eine kleine rhetorische Pause erhöht die Wirkung Ihres Vortrags. Kündigen Sie an, was Sie erzählen werden. Das macht es den Beobachtern leichter und gibt Ihnen einen roten Faden. Am Schluss fassen Sie die wichtigsten Punkte noch einmal zusammen.

Falsch Sie leiden bei Vorträgen am „Ähm“-Syndrom? Trainieren Sie sich das besser vorher ab. Wenn Sie merken, dass Sie den Faden verlieren, kurz innehalten und bisherige Highlights zusammenfassen.

Fallstudie

Typisch „Sie sind Chef eines Unternehmens, das ein neues Produkt erfunden hat. Entwickeln Sie eine Strategie für dessen Einführung.“

Richtig Wichtig: Es gibt hier keine richtige Lösung. Achten Sie darauf, dass Sie nicht nur zum Ergebnis kommen, sondern zeigen Sie, wie Sie dorthin gelangt sind. Lieber eine falsche Lösung mit richtigem Vorgehen als umgekehrt.

Falsch Oft sind Fallstudien als Gruppenübung angelegt. Dann steht der gemeinsame Lösungsprozess im Fokus. Falls Sie einen Fehler machen, stehen Sie dazu! Ebenso falsch wäre es, sein eigenes Süppchen zu kochen und nicht alle in die Entscheidung einzubeziehen.

Mehr davon hier: Link zum Artikel

4. Februar 2009 Verfasst von competenceselling | Personalentwicklung | | Noch keine Kommentare

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